++++++++++Breaking News++++++++++ Bürgermeister Krammer übernimmt aus Fadheit die Agenden des Baustadtrates und beschliesst Neupflasterung am Hohen Markt im Alleingang!

Am Beispiel der Oberflächenneugestaltung des Hohen Marktes folgt eine symptomatische Chronologie dazu, wie die vielgepriesene Zusammenarbeit mit meinem Freund und Bürgermeister Werner Krammer in der Regel abläuft:

Bei der Gemeinderatssitzung am 25.04.2016 wurde Architekt Ritsch im Rahmen der Stadterneuerung mit der externen Begleitung des Projektes „Hoher Markt“ zur Erstellung eines Richtplans beauftragt- Gegenstimme der Liste FUFU aufgrund mangelnder budgetärer Bedeckung.

Bei der Gemeinderatssitzung am 26.06.2017 wurde der Richt- und Massnahmenplan von Architekt Ritsch dem Gemeinderat präsentiert. Schon damals wies ich in meiner Funktion als Baustadtrat darauf hin, dass ich keinen einzigen gut eingebetteten Pflasterstein am Hohen Markt entferne, bevor nicht sämtliche notwendige Pflastersanierungen in der Innenstadt lt. Sanierungskatalog des Bauamtes abgeschlossen sind.

Die Sitzung zum nachsehen:

Der Stadterneuerungsbeirat, welchem auch ich angehöre, hat in seiner Sitzung am 04.09.2017 empfohlen, dass Architekt Beneder NICHT mit der Erstellung eines gesonderten Vorentwurfskonzept für den Hohen Markt beauftragt werden soll, sondern mit der Erstellung einer vertieften Machbarkeitsstudie im Rahmen des Grundprojektes. Somit hätte die Stadt ein abgeschlossenes Gesamtprojekt erreicht und sämtliche Handlungsspielräume blieben projektunspezifisch offen.

Demzufolge wurde Architekt Beneder bei der Gemeinderatssitzung am 25.09.2017 mit der Aufbereitung, Formatierung und Evaluierung des Stadtprojektes 1992, sowie der Prognose und Erfassung aktueller Planungselemente beauftragt- Gegenstimme der Liste FUFU aufgrund mangelnder budgetärer Bedeckung.

Die Sitzung zum nachsehen:

Am 14.05.2018 wurde uns diese Machbarkeitsstudie im kleinen Rahmen von Architekt Bender präsentiert. Sie enthielt wunderbare Ansätze und zeigte welch brillianter architektonischer Denker Beneder ist. Im Zuge der 90 minütigen Präsentation wurde auch das Thema Hoher Markt gestreift, mehr aber auch schon nicht. Ich regte an, dass Architekt Beneder dem Gemeinderat einen, aus städtebaulicher Sicht, gereihten Maßnahmenkatalog zur Dringlichkeit der Umsetzung erstellen solle. Nächster diesbezügliche Termin am 13.06.2018.

Beim Interfra am 23.05.2018 wurde uns von Bürgermeister Krammer mitgeteilt, dass er den gesamten Hohen Markt mit Kopfsteinpflaster neu pflastern will. Die Billigmasche für Kurzsichtige mit scheinbar vorhandenen, nutzbaren Synergien, da ja durch den Breitbandausbau derzeit große Flächen des Pflasters am Hohen Markt geöffnet sind und die Oberflächenneugestaltung daher ohne zusätzliche Beeinträchtigungen vonstattengehen kann- ist falsch. Im Vertrag mit Kabelplus ist festgehalten, dass sämtliche Oberflächen nach erfolgter Leitungsverlegung wieder herzustellen sind, somit entstünden der Stadt keine Kosten und somit ist auch nicht von Synergien zu sprechen, weiters ist es falsch, dass es zu keinen zusätzlichen Beeinträchtigungen kommt, nur weil für die Schlitzgräben der Glasfaserleitungen schon kleinflächig das intakte Pflaster ruiniert wurde. Eine vollflächiger Pflastertausch mitten in der Schanigartenhochsaison wird eine gravierende Beeinträchtigung der Gastronomie und der Wirtschaftstreibenden mit sich bringen. Beim Interfra regte ich Folgendes an:

  • Kopfsteinpflaster im Bezug auf Barrierefreiheit und der Nutzung im Allgemeinen (Roller, Kinderwägen, Rollwägen, etc.) nahezu ungeeignet ist. Normen und Richtlinien für die barrierefreie Gestaltung von Gehwegen im öffentlichen Raum empfehlen erschütterungsarme Bodenbeläge. Eine Fussgängerzone, welche nun einen Teil der Bevölkerung ausgrenzt widerspricht dem Behindertengleichstellungsgesetz. „Wir sind nicht behindert- wir werden behindert“- Dummheit, Unwissenheit und Gedankenlosigkeit von Bauträgern und ihrer Planer führt dazu, dass unnötig falsch gebaut wird.
  • Ich werde als zuständiger Baustadtrat keinen einzigen gesunden Pflasterstein heraus reissen, bevor nicht sämtliche notwendige Pflastersanierungen lt. Sanierungskatalog des Bauamtes in der Innenstadt abgeschlossen sind- siehe Gemeinderatssitzung vom 26.06.2017. Architekten, Anrainern und dem Bürgermeister selbst gefätt das Pflaster nicht- eine diesbezügliche Bewertung ist meines Erachtens nicht zulässig, da es, wie in der Kunst, im Auge des Betrachters liegt, ob etwas gefällt oder eben nicht. Glaubt denn tatsächlich jemand ernsthaft, dass ein neues Pflaster im Kampf gegen Leerstände ein probates Mittel ist? Wo bleiben dann die Menschenmassen in der bereits kopfsteingepflasterten Ölberggasse?
  • Ich erkundigte mich nach der Finazierung der geschätzen 240.000,- Euro. Es liegt bis dato kein konkreter Finanzierungsplan vor, nachdem es sich bei der Pflasterung aber um einen Bürgermeisterwunsch handelt, reichen vage Vermutungen der  Geldflussrichtung scheinbar schon aus um ein Projekt zur Umsetzung freizugeben.
  • Ich regte an, dass es zweckdienlich sei, wenn ein Verlege- und Möblierungsplan von Architekt Beneder erstellt werden würde. Denn bevor ich als Projektleiter einen Umbau beginne, erstelle eine Freigabemappe mit sämtlichen Plänen, einem Ausstattungskatalog und einem verbindlichen Bauzeitplan= Baubeginn und Baufertigstellung.

Das Wichtigste zum Schluss- der von mir geführte Bauauschuss wird durch des Bürgermeisters zeitliche Vorgangsweise, zwischen Ankündigung des Bauvorhabens am 23.05. und der tatsächlicher anberaumten Ausführung im Juli/August, plump umgangen. Der letzte Bauauschuss vor der Sommerpause findet am Montag, 04.06.2018 statt, somit ist es schlichtweg zu spät um für die Sitzung einen seriösen Sitzungsbogen/Amtsantrag vorzubereiten. Also gibt es im Bauauschuss keine sachliche Diskussion mit den Experten vom Bauamt um zu erläutern wie das Projekt zeitlich und finanziell konkret abgewickelt werden könnte, oder darüber welche Personalressourcen im Sommer am Bauamt überhaupt zur Verfügung stehen um den Bauablauf in gewohnter Stadtqualität, und nicht in jener der stadtfremden Glasfaserbaustellen, zu gewährleisten.

Nein, stattdessen darf sich Bürgermeister Krammer, wie schon so vieles unter seiner Regentschaft, auf seine Fahnen heften- hier die Top 5 in meinem Beliebtheitsranking:

  • Glasfaserchaos in der Innenstadt
  • Durchschnittene Fahrbahnen durch Nanotrench
  • Einführung Gelber Sack
  • Installierung von schläfrigen Hoher-Markt-Kümmerern
  • Ausgliederung des Gerichtsumbaues aus dem Bauauschuss

Achja- Presseaussenung mit aussagekräftigem Foto unter Ausschluss der anderen Fraktionen bitte nie vergessen!

NÖN-Hoher Markt_LII

Foto aus der aktuellen Ausgabe der NÖN

 

Bleibt uns wohlgesonnen!

Baustatdrat Martin Erwin Josef Dowalil

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